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Das Kreuz als Zeichen der Erlösung - Karfreitagsliturgie für Familien in Weisbach

Weisbach. Es ist still in der Kirche. Kein Glockenklang, keine Musik. Der Altar ist leer, die Kreuze verhüllt. Schon beim Eintreten wird spürbar: Dieser Tag ist anders. Karfreitag. Viele Familien, Kinder und Gemeindemitglieder sind der Einladung des Familiengottesdienstteams der Pfarreiengemeinschaft Immanuel Hohe Rhön gefolgt, um diesen besonderen Tag gemeinsam zu begehen. Im Mittelpunkt stand die Leidensgeschichte Jesu – nicht nur erzählt, sondern erlebbar gemacht.

Besondere Atmosphäre an den Kartagen

Gemeinsam mit den Kindern wurde die besondere Atmosphäre der Kartage entdeckt: die Leere, die Stille, das Innehalten. Als die letzten Klapperkinder eintrafen, besann sich die Gemeinde im gemeinsamen Gebet und öffnete sich für die Leidensgeschichte Jesu.

Den Leidensweg Jesu mit allen Sinnen erfahren

Schritt für Schritt entfaltete sich die Passionsgeschichte. Der Leidensweg Jesu wurde erzählt und sichtbar gemacht. Die Kinder waren aktiv eingebunden: Die Dornenkrone wird durch den Mittelgang getragen. Man konnte spüren, was sie bedeutet – Hohn, Spott, Schmerz. Was damals geschah, rückte plötzlich ganz nah.

Wenn das Kreuz plötzlich greifbar wird

Ein besonders bewegender Moment entstand, als vier Kinder das Kreuz nach vorne brachten. Die Last wirkte schwer – und wurde doch leichter, weil viele gemeinsam halfen.

Besonders eindrücklich war der Moment, als Hammerschläge durch den Kirchenraum hallten – eindringlich wie ein Herzschlag in Angst und Anspannung. Schließlich wurde das Kreuz enthüllt, während das Licht der Osterkerze erlosch.

Hoffnung, die sichtbar wird

Doch Karfreitag bleibt nicht bei der Dunkelheit stehen. Mit leiser Zuversicht erinnerten die Worte Jesu an das, was kommt: Auferstehung. Hoffnung. Neues Leben.

Während der Kreuzverehrung schmückten die Kinder das Kreuz mit bunten Tüchern. Farbe kehrte zurück in den Raum. Licht. Leben.

Das Kreuz wurde so zu einem sichtbaren Zeichen der Hoffnung – und zu einer Botschaft, die bleibt: Auch aus der Dunkelheit wächst neues Licht.

Text: Julia Hemmert