Im Vorraum des Kardinal-Döpfner-Hauses in Bischofsheim begann der Gottesdienst mit dem Palmsonntag. Jesu Einzug in Jerusalem. Es wurde klar, dass Jesus ein ganz anderer König ist, ein König der Liebe. Die Erwachsenen gingen der Frage nach, welchen Platz jeder in den Straßen von Jerusalem gehabt hätte. Gehöre ich zu den Menschen, die Jesus zujubeln, die Hosanna rufen oder gehöre ich zu den Menschen, die am Rand stehen?
Danach ging es ins „Obergemach“ in den ersten Stock des KDH. Der zweite wichtige Tag der Karwoche stand nun im Mittelpunkt: der Gründonnerstag. Die Erwachsenen waren eingeladen, sich gegenseitig die Hände zu waschen, um dem Liebesdienst von Jesus nachzufühlen. Im Raum dann hörten alle die wichtigen Worte Jesu beim Letzten Abendmahl und teilten dann Brot und Traubensaft.
Nach dem gemeinsamen „Mahl“ gingen wir mit Jesus an den Ölberg. Ein großer Stein symbolisierte seine Angst. Aus der Schrift erfuhren alle, dass Gott Jesus nicht im Stich lässt. Er schickt ihm einen „Durchhalte-Engel“.
Mit dem Ruf „Bleib bei uns auf unsrem Weg“ gingen alle in den großen Saal. In der Mitte lag schon ein schwarzes Tuch, darauf nun die Jesus-Kerze mit Fessel gestellt wurde. Mit Blick auf die Dornenkrone fragten wir uns, wann wir schon einmal lächerlich gemacht wurden. Auf verschiedenen Bildern erkannten die Kinder, dass Jesus nicht alleine auf seinem Kreuzweg war.
Natürlich endete der Weg durch die Heilige Woche mit dem Ausblick auf das Osterfest. Die Ostersonne erstrahlte in der Mitte. Jeder durfte einen gelben Strahl dazulegen und von seinen kleinen und großen „Auferstehungs-Freuden“ im Alltag erzählen.
Die Kinder bekamen als Geschenk noch eine kleine Kerze und Wachs, um zuhause ihre eigene Osterkerze zu basteln. Sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen war der Weg eine gute Einstimmung auf die kommende Karwoche, so dass sie die Gottesdienste vielleicht dann mit anderen Augen und Ohren erleben werden.
Text: Regina Bühner





